Woher kommen diese Lose in Deutschland?
Die in Deutschland versteigerten Fahrzeuge stammen aus mehreren Quellen. Behörden verkaufen ihre ausgemusterten Dienstfahrzeuge über Zoll-Auktion: Polizeiautos, Feuerwehrfahrzeuge, kommunale Nutzfahrzeuge. Von Gerichtsvollziehern und Gerichten beschlagnahmte Güter werden auf Justiz-Auktion versteigert. Die VEBEG, eine Bundesgesellschaft, verwertet Material der Verwaltung und der Armee, oft im Ausschreibungsverfahren. Insolvente Unternehmen nutzen Liquidations- und Insolvenzplattformen. Schließlich bieten Hunderte private Auktionshäuser Gebrauchtwagen, Maschinen, Anhänger, Boote und Autoteile an. Jeder Verkäufer legt seine Bedingungen fest. Besichtigungen vor der Auktion sind oft möglich, sodass das Fahrzeug vor Ort geprüft werden kann.
Wie bietet man aus dem Ausland mit?
Bidorado ist eine kostenlose Suchmaschine, die öffentliche und private Auktionen aus Deutschland in 7 Sprachen übersetzt bündelt. Bidorado verkauft nichts: Sie bieten auf der offiziellen Website des Verkäufers. Um teilzunehmen, erstellen Sie ein Konto beim Verkäufer, lesen Sie die Verkaufsbedingungen und registrieren Sie sich für die betreffende Auktion. Die Gebote erfolgen online, schriftlich oder telefonisch, je nach Plattform. Prüfen Sie die Käufergebühren und die Mehrwertsteuer vor der Gebotsabgabe. Ein EU-Unternehmen mit gültiger USt-IdNr. kann oft ohne deutsche Mehrwertsteuer kaufen, wenn es einen Transportnachweis (Gelangensbestätigung) vorlegt, je nach Verkäufer. Eine Auktion bietet in der Regel weder Garantie noch Widerrufsrecht wie ein normaler Onlinekauf: Lesen Sie die Bedingungen jedes Verkäufers.
Der wahre Preis: Gebühren und Mehrwertsteuer
Der auf Bidorado angezeigte Preis enthält die Käufergebühren und die Mehrwertsteuer, sofern bekannt. Bei privaten Verkäufern betragen die Käufergebühren (Aufgeld) in der Regel 15 bis 20 % bei Liquidatoren und Industrieplattformen, oft 25 bis 33 % bei Kunstauktionshäusern. Die deutsche Mehrwertsteuer von 19 % kommt je nach Regelung hinzu: Mehrwertsteuer zusätzlich, Mehrwertsteuer inklusive oder Differenzbesteuerung. Zoll-Auktion und Justiz-Auktion berechnen keine Käufergebühren. Die VEBEG kann eine spezielle Mehrwertsteuerregelung anwenden, die bei jedem Los angegeben ist. Bei einem Fahrzeug sind auch Transportkosten, eventuelle Reparaturen und Zulassungsformalitäten zu berücksichtigen. Ein EU-Unternehmen mit gültiger USt-IdNr. kann oft ohne deutsche Mehrwertsteuer kaufen, wenn es einen Transportnachweis vorlegt, je nach Verkäufer.
Abholung und Transport
Viele Lose sind vor Ort abzuholen (nur Abholung). Einige Verkäufer versenden innerhalb Deutschlands oder der EU, aber der Transport bleibt oft Ihre Aufgabe. Um ein Fahrzeug auf dem Straßenweg aus Deutschland zu bringen, ist der übliche Weg das Ausfuhrkennzeichen (mit temporärer Versicherung). Kurzzeitkennzeichen sind grundsätzlich für Fahrten in Deutschland vorgesehen, und ihre Verwendung im Ausland wird oft abgelehnt. In Frankreich ist eine vorläufige WW-Zulassung möglich. Der Transport auf dem Anhänger vermeidet die Kennzeichenfrage und eignet sich für nicht fahrbereite (nicht fahrbereit) oder verunfallte Fahrzeuge (Unfallfahrzeug). Prüfen Sie, ob das Fahrzeug fahrbereit ist: Motorschaden, abgelaufene Hauptuntersuchung (ohne TÜV oder HU abgelaufen), erloschene Zulassung (Zulassung erloschen).
Papiere und Formalitäten
Prüfen Sie vor der Gebotsabgabe die verfügbaren Dokumente: Zulassungsbescheinigung Teil I und II (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) und die Hauptuntersuchung HU/TÜV. Für die Zulassung des Fahrzeugs in Frankreich benötigen Sie eine Konformitätsbescheinigung, eine Steuerunbedenklichkeitsbescheinigung und einen ANTS-Antrag. Wenn das Fahrzeug aus einem anderen EU-Land kommt, fallen keine Zölle an. Nur eine Lieferung außerhalb der EU (Schweiz, Vereinigtes Königreich, Norwegen…) führt zu Einfuhrzöllen und Einfuhrumsatzsteuer. Bei Maschinen kann die obligatorische Sicherheitsprüfung (UVV) verlangt werden. Gabelstapler und Palettenhubwagen sind keine Fahrzeuge dieser Kategorie: Sie finden sich unter Profi-Ausrüstung. Lesen Sie die Bedingungen jedes Verkäufers sorgfältig: Eine Auktion bietet in der Regel weder Garantie noch Widerrufsrecht.
Fallstricke vermeiden
Viele Lose gehen ohne ein einziges Gebot weg, weil die Versteigerungen verstreut und außerhalb Deutschlands kaum bekannt sind. Genau hier setzt das Radar von Bidorado an. Um böse Überraschungen zu vermeiden, lesen Sie die deutsche Beschreibung: nicht fahrbereit, Motorschaden, Unfallfahrzeug, ohne TÜV oder HU abgelaufen, Zulassung erloschen. Prüfen Sie die Erstzulassung (EZ) und den Allgemeinzustand. Stellen Sie sicher, dass das Fahrzeug vor Ort abgeholt oder versandt werden kann. Kalkulieren Sie Käufergebühren und Mehrwertsteuer ein. Verlassen Sie sich nicht auf ein einziges Foto. Stellen Sie dem Verkäufer vor der Auktion Fragen. Und denken Sie daran: Ein Gebot ist verbindlich.