
Beschreibung
Zwei Zeichnungen mit stehenden männlichen Akten. Graphit und Kreide auf grauem Zeichenpapier. Ein Blatt monogrammiert rechts "x.A." sowie unten rechts datiert "20. Sep. 17". 1917. Blattmaße: 53,2 x 22,4 cm und 62,3 x 20,6 cm. Für diese fast altmeisterlich ausgeführten Aktstudien von Max Ackermann (1887-1975) stand offensichtlich sein Bruder Hermann Modell. Der junge sich nach oben reckende Mann mit schmerzverzerrtem Gesicht ist wohl von den Kriegserlebnissen Ackermanns inspiriert. 1915 als Landsturmmann zum Kriegsdienst eingezogen, wurde Ackermann 1917 nach einem längeren Lazarettaufenthalt als dienstuntauglich aus dem Kriegsdienst entlassen und wandte sich mit sozial aufrüttelnden Themen einem veristischen Stil zu. Lange Zeit wird der "Pionier ungegenständlicher Malerei" in Deutschland zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Verismus und Neuer Sachlichkeit, zwischen geometrischen Formen und reinen Farbflächen wechseln, bevor er sich schließlich in seinen letzten Lebensjahren zu einer ausschließlich ungegenständlichen Bildsprache entschloss. - Verso mit Resten einer früheren Montierung, minimal fleckig, etwas knickspurig. - Dabei: Skizzenbuchblatt beidseitig mit mehreren Körperstudien (u.a. von dem sich reckenden Akt mit hochgerissenen Armen). Bleistift, Feder und Rötel auf dünnem Papier. 33 x 21 cm. Verso in den oberen Ecken montiert, mit längerem Randeinriss unten, Nadellöchern, knittrig. - Provenienz: Aus dem Nachlass der Familie Ackermann.
Verkaufsbedingungen
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Über die Auktion
Ackermann, Max – Zwei Zeichnungen mit stehenden männlichen Akten. Graphit und Kreide auf grauem Zeichenpapier. Ein Blatt monogrammiert…
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